Schule mal anders: Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule in Eitorf unterstützen bei der Aufforstung eines Waldstücks

Einen ganz anderen Schultag erlebten 18 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe der Höheren Handelsschule des Berufskollegs am Teilstandort Eitorf. Statt Englisch, Spanisch oder Mathe lernten Sie an diesem Tag etwas über den heimischen Wald und durften tatkräftig bei dessen Erhalt mithelfen.
Der Tag begann mit einer Wanderung zum vereinbarten Treffpunkt, einem Waldstück nahe des Stadtteils Bourauel. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler von Annika Schüttler vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft sowie dem Besitzer des Waldstücks, Peter Dohrmann, begrüßt. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Jahren und des Befalls mit Borkenkäfern musste das Waldstück gerodet werden. Frau Schüttler erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass per Gesetz eine Wiederaufforstung innerhalb von wenigen Jahren vorgesehen ist. Da viele Waldstücke in NRW in Privatbesitz sind, die Aufforstung aber aufwändig und kostspielig ist, unterstützen regionale Forstämter bei dieser Aufgabe.
Dann erklärte Frau Schüttler den Schülerinnen und Schülern die Aufträge für den Vormittag. Da die Bepflanzung mit kleinen Setzlingen bereits abgeschlossen war, ging es nun um den Schutz der Pflanzen vor Wildtieren, vor allem Rotwild, für die junge Keimlinge eine Delikatesse darstellen. Von den verschiedenen Möglichkeiten zum Schutz der Pflanzen hatten Herr Dohrmann und Frau Schüttler gemeinsam Schafswolle als umweltfreundliche und kostengünstige Methode ausgewählt. Damit sollten die Schülerinnen und Schüler nun die oberen Knospen der Setzlinge umwickeln, da der Geruch der Wolle die Wildtiere abschreckt. Fleißig machten sich die jungen Leute am Waldhang an die Arbeit und hatten bald schon den ersten Teil ihrer Aufgabe erfüllt. Im zweiten Schritt sollten sie nun die neu bepflanzten Areale – alle waren gleichmäßig in Quadrate aufgeteilt – mit Holzstäben abstecken und diese noch mit Farbe markieren.
Nach zahlreichen Auf- und Abstiegen – unterbrochen von kurzen Ess- und Trinkpausen – war die Arbeit getan und die Schülerinnen und Schüler traten erschöpft aber zufrieden den Heimweg an. Der Vormittag – da waren sich alle einig – war eine gelungene Abwechslung vom Schulalltag, von der alle Seiten profitieren konnten.